Sie suchen eine private Altersvorsorge? Möglichkeiten dafür haben Sie viele. Wenn Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, haben Sie natürlich Anspruch auf die gesetzliche Rente. Aber reicht diese aus, um Ihnen auch im Alter ein finanziell sorgloses Leben zu ermöglichen? Und vor allem, ist sie auch sicher? Im Jahr 2025 lag die Durchschnittsrente bei 1.189 € (Frauen)/1.332 € (Männern). In vielen Fällen reicht die gesetzliche Rente also gerade noch so für das Nötigste. Das Thema Altersarmut ist allgegenwärtig.
Die Diskrepanz ist vielen zwar bewusst, dennoch fehlt die Motivation, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ja, es ist irgendwie unfair. Wer sein ganzes Leben hart gearbeitet hat, sollte im Alter nicht jeden Cent zweimal umdrehen müssen.
Das lässt sich aber nur auf einem Weg vermeiden: Beginnen Sie jetzt Ihre private Altersvorsorge. Möglichkeiten gibt es viele. In diesem Artikel erfahren Sie anhand einiger Beispielrenten, wie hoch Ihre Rente ausfallen könnte. Sie lernen aber auch weitere Einflussfaktoren auf Ihre Rente kennen und vor allem interessante private Altersvorsorge-Möglichkeiten.
So hoch – oder niedrig – fällt Ihre gesetzliche Rente aus
Jedes Jahr flattert Ihnen ein Bescheid der Deutschen Rentenversicherung ins Haus, zumindest wenn Sie bereits fünf Jahre eingezahlt und das 27. Lebensjahr erreicht haben. Darin finden Sie hübsch aufgelistet die Höhe Ihrer zu erwartenden Rente bei gleichbleibender Einzahlungshöhe.
Modellberechnungen zeigen Tatsachen
Darüber hinaus existieren fertige Modellberechnungen, mithilfe derer Sie sich anhand Ihres Einkommens einordnen können.
Wir gehen bei den folgenden Beispielzahlen davon aus, dass Sie heute 40 sind und mit 67 Jahren in Rente gehen.
Die berechneten (Netto)-Zahlen lauten:
- Brutto-Verdienst: 3.000 Euro = 1.102 Euro Rente monatlich
- Brutto-Verdienst: 4.000 Euro = 1.410 Euro Rente monatlich
- Brutto-Verdienst: 5.000 Euro = 1.977 Euro Rente monatlich
- Brutto-Verdienst: 6.000 Euro = 2.275 Euro Rente monatlich
Die Beitragsbemessungsgrenze 2026 für die Rentenversicherung beträgt 8.450 Euro. Wer 40 Jahre lang aufgrund dieses Gehalts in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen würde, bekäme mit 67 eine Rente von netto rd. 2.560 Euro ausbezahlt.
Natürlich sind diese Werte variabel und werden jährlich an die Bruttolohnentwicklung und andere Faktoren angepasst. Wesentliche Steigerungen sind aber keinesfalls zu erwarten.
Wo ordnen Sie sich ein? Reicht Ihnen das, um Ihren Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, ist es allerhöchste Zeit für private Altersvorsorge. Möglichkeiten gibt es zur Genüge – für jeden Anspruch und Geldbeutel.
Hinzu kommt der Kaufkraftverlust
Dass die gesetzliche Rente niedrig ist, wissen wir jetzt. Inflationseffekte sorgen dafür, dass dieses wenige Geld später auch noch weniger wert ist, als es das heute wäre. Sie bekommen weniger Gegenwert, im Fachjargon auch „Kaufkraftverlust“ genannt. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Inflationsrate 2,2 Prozent.
Private Altersvorsorge: Möglichkeiten im Detail
Die Bundesregierung setzt eindeutig auf das 3 Säulen Modell:
- Gesetzliche Rente
- Betriebliche Altersversorgung
- Private Altersvorsorge
Sehen wir uns nun an, was Sie heute tun können, um später nicht in die Altersarmut zu rutschen. Neben gesetzlicher Rente kommen Sie also nicht um sie rum: private Altersvorsorge! Möglichkeiten, die Sie hier ergreifen können, gibt es genug, Sie müssen sich nur für die attraktivste entscheiden.
Riesterrente
Seit 2002 können Sie „riestern“. Das Verb hat sich ins Deutsche eingeschlichen und beschreibt Menschen, die mittels Riester-Rente für den Ruhestand vorsorgen.
Der Staat honoriert diese Bemühungen mit Steuervorteilen und Zulagen. Jährlich gibt es 175 Euro Grundzulage für alle, dazu kommen Boni für Kinder (185 bis 300 Euro) und ein einmaliger Zuschuss von 200 Euro für Berufseinsteiger, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben bei Abschluss. Die eingezahlten Beträge können bis zu einer Höhe von 2.100 Euro steuerlich geltend gemacht werden.
Wie viel Sie einzahlen, können Sie selbst entscheiden. Die Zulagen gibt es schon für einen geringen Betrag – gut für Geringverdiener. 100 Prozent sichert sich, wer mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens spart. Eltern profitieren deutlich vom Kinderzuschuss.
Da die Förderung beim individuellen Steuersatz liegt, profitieren auch Gutverdiener von der Riester-Rente als private Altersvorsorge. Möglichkeiten bieten sich hier allen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sowie Beamten, Berufs- oder Zeitsoldaten und mittelbar Berechtigten wie den zugehörigen Ehepartnern.
Für Selbstständige und Gutverdiener: Basis/-Rürup Rente
Die Basisrente gibt Selbstständigen die Möglichkeiten einer Basisvorsorge zu bieten, wie sie anderen mit gesetzlicher Rentenversicherung oder berufsständischer Vorsorge zuteilwird.
Doch auch als Angestellter finden Sie hier eine rentable private Altersvorsorge. Möglichkeiten bietet Rürup vor allem für Gutverdiener.
Geld, das Basisrente fließt, ist bis zu einer Höhe von 29.344 € (Single)/58.688 € (Ehepaare) der Beiträge steuerlich geltend zu machen.
Besteuert wird nachgelagert. Und das meist zu einem niedrigeren Satz, weil sich Rentner für gewöhnlich in einer günstigeren Steuerklasse wiederfinden als zuvor.
Private Rentenversicherung
Die fondsgebundene Rentenversicherung verbindet die Vorteile einer Rentenversicherung mit den Renditechancen am Kapitalmarkt. Gegenüber herkömmlichen Investmentfonds, sind Fondswechsel in der Regel kostenlos, unabhängig davon ob in gemanagte Fonds oder in ETF´s investiert wird und Erträge werden nur zu 50% besteuert!
Bei Ablauf der Versicherung können Sie sich für eine lebenslange Rente, eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine Kombination aus beidem entscheiden.
Teilauszahlungen und Beitragspausen sind möglich.
Eine lebenslange Rente wird nur mit dem geringen Ertragsanteil besteuert. Bei einer Kapitalzahlung wird nur die Hälfte der Erträge versteuert, wenn Ihr Vertrag mind. 12 Jahre läuft und Sie bei der Auszahlung mind. 62 Jahre alt sind.
Private Altersvorsorge: Immobilien als Kapitalanlage
Sie können sich für Ihren Ruhestand auch eine Immobilie zulegen.
In „Betongold“ angelegtes Geld ist zwar langfristig gebunden, dafür aber ziemlich sicher. Insbesondere der Kauf einer vermieteten Immobilie, die Sie nicht selbst nutzen, stärkt die private Altersvorsorge.
Möglichkeiten bieten sich vor allem in urbanen und aufstrebenden Lagen. Hier ist die Chance auf Ertrag hoch, da sich stets ausreichend Mietinteressenten finden.
Ob sich ein Kauf rentiert, hängt noch von einigen weiteren Faktoren ab:
· Wie viel Geld müssen Sie für Ihre Wohnung zahlen abzüglich der Mieteinnahmen und Steuervorteile als Vermieter?
· Betrachten Sie Ihre Immobilie als langfristige Kapitalanlage? Denn erst nach Ablauf einer 10-Jahres-Frist ist der Gewinn aus dem Wiederverkauf steuerfrei.
· Möchten Sie vor allem durch regelmäßige Mieteinnahmen Ihre Rente aufstocken oder als Einmalzahlung durch den späteren Wiederverkauf Ihrer Immobilie?
Die Immobilie ist sicher und rentabel, solange die Lage stimmt. Außerdem können Sie diese Form der Altersvorsorge sogar vererben. D.h. Sie sorgen nicht nur für sich, sondern auch für Ihre Lieben vor.
Jetzt beraten lassen und lossparen!
Egal ob Sie selbstständig oder angestellt, Gering-, Normal- oder Gutverdiener sind – private Altersvorsorge-Möglichkeiten gibt es für jede Einkommensklasse. Dass private Altersvorsorge sinnvoll ist, hat die Berechnung der gesetzlichen Rente unmissverständlich gezeigt.
Sie sind noch unsicher, welche Vorsorgeform Ihrem Leben entspricht? Lassen Sie sich von uns zum Thema Altersvorsorge beraten. Die Finanzberatung GET:FINEO berät Kunden individuell und ist dabei nicht an die Interessen von anderen Kapitalgesellschaften gebunden.
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